Frühlings-Tagundnachtgleiche – Der Moment, in dem das Jahr wirklich losgeht

Am 20. März ist es wieder so weit: Tag und Nacht halten kurz inne und sind exakt gleich lang.
Balance.
Stillstand zwischen Dunkel und Licht. Und genau von hier aus beginnt das Licht wieder zu gewinnen. Für mich ist das der Moment, an dem das Jahr wirklich startet. Ich weiß, viele feiern schon am 31. Dezember mit Sekt, Raketen und guten Vorsätzen.
Aber ganz ehrlich: Wenn draußen Frost herrscht, die Natur schläft und man morgens im Dunkeln zur Arbeit stapft, fühlt sich ein „Neuanfang“ ungefähr so motivierend an wie ein Montagmorgen ohne Kaffee. Die nordischen Kulturen waren da deutlich näher an der Realität der Natur. Der Winter war Rückzug, Sammlung, Ruhe. Und erst wenn das Licht zurückkehrte, begann wieder Bewegung im Leben. Die Frühlings-Tagundnachtgleiche ist genau dieser Punkt. Die Erde wacht auf. Knospen zeigen sich. Die Luft riecht plötzlich nach Neubeginn.
Oder anders gesagt: Jetzt darf das Jahr starten - und bei mir wird das auch gefeiert. Und dieses Mal hat der Himmel sogar einen ziemlich interessanten Timing-Witz eingebaut. Am 20. März gegen 15:45 Uhr wandert die Sonne astrologisch in den Widder. Damit beginnt das neue Sonnenjahr. Der neue Jahresregent wird Merkur – Planet für Kommunikation, Ideen, Lernen und Bewegung.
Und das Beste daran: Merkur wird am 20. März 2026 wieder direktläufig. Das ist fast schon kosmisches Timing mit Augenzwinkern. Man kann sich das vorstellen wie einen Motor, der ein paar Wochen im Leerlauf vor sich hin geruckelt hat – und genau zum Start des neuen Sonnenjahres wieder sauber einkuppelt. Statt Chaos und Missverständnissen startet dieses Merkurjahr also mit einer ziemlich klaren Energie. Ideen wollen raus. Gespräche bringen Bewegung. Gedanken bekommen plötzlich Struktur.
Oder ganz unastrologisch gesagt: Das Gehirn fährt wieder hoch. Im nordischen Denken war alles zyklisch. Die Welt bewegt sich in Rhythmen – wie Ebbe und Flut, Winter und Sommer, Einatmen und Ausatmen. Der Winter gehört dem Rückzug. Der Frühling gehört dem Werden. Genau deshalb passt die Tagundnachtgleiche so wunderbar zu einem echten Neubeginn: Erst herrscht Balance, dann wächst das Licht. Und Wachstum ist auch das Stichwort für die Rune, die ich für dieses Sonnenjahr gezogen habe.
Die Runenenergie des Jahres: INGWAZ Eine Rune, die wunderbar zum Frühling passt. Sie wird oft mit dem Gott Freyr verbunden – einer Gottheit für Fruchtbarkeit, Wachstum und die Kraft der lebendigen Natur. INGWAZ ist keine hektische Los-renn-Rune. Sie ist eher der Samen im Boden. Von außen sieht man noch nichts Spektakuläres. Aber unter der Erde arbeitet bereits alles daran, dass etwas Neues entstehen kann.
INGWAZ steht für:* innere Reifung* schöpferische Energie* Wachstum, das Zeit brauchte* Dinge, die jetzt bereit sind, Form anzunehmen. Mit Merkur als Jahresregent ergibt das eine ziemlich spannende Mischung: Ideen bekommen Boden unter den Füßen. Gedanken werden greifbar. Pläne werden umsetzbar. Und manches, was lange nur eine vage Idee war, will plötzlich wirklich wachsen. Und weil der Frühling nicht nur im Kalender stattfinden sollte, habe ich eine kleine Übung für euch. Keine komplizierten Rituale, kein Räucherwerk-Marathon.
Ganz einfach. Geht am 20. oder 21. März für ein paar Minuten nach draußen – Balkon, Garten, Park, völlig egal.
Atmet einmal bewusst die Frühlingsluft ein und stellt euch drei Fragen:
1. Welche Idee oder welcher Wunsch schlummert schon länger in mir?
2. Was ist in den letzten Monaten innerlich gereift?
3. Was darf jetzt endlich wachsen?
Schreibt euch die erste spontane Antwort auf. Nicht lange nachdenken. INGWAZ mag Ehrlichkeit mehr als Perfektion.Und dann stellt euch vor, ihr würdet genau diese Idee wie einen Samen in die Erde legen.Mehr braucht es oft gar nicht. Wachstum beginnt selten mit einem großen Knall – sondern mit einem kleinen, klaren Entschluss. Wer mag und er es noch klarer visualisieren will, der kann einfach den Zettel mit den Antworten nehmen ihn in einen Blumentopf mit Erde stecken, einen Samen (egal was ) da zu und los gehts, ihr könnt Euren Wunsch förmlich wachsen sehen, ihr müsst ihn natürlich pflegen sowohl in der Saat als auch im Aussen indem ihr aktiv daran arbeitet, der Storch bringt es nicht, :-).
Aber das Universum zeigt Euch Wege und Türen die Euch genau da hinführen.
Mein Fazit
Während viele Menschen im Januar noch versuchen, sich selbst zu motivieren, fühlt sich der Frühling einfach natürlicher an .Das Licht kehrt zurück. Die Natur wird lebendig. Und dieses Jahr sorgt Merkur sogar dafür, dass der geistige Motor gleich ordentlich mitläuft. Mit INGWAZ im Rücken dürfen Ideen jetzt Wurzeln schlagen.
Oder ganz nordisch gesagt: Der Boden taut auf. Zeit zu säen.
Von Herzen Runa
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