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Im Gespräch mit Elisabeth – Tarot, Hellsicht und über 50 Jahre Erfahrung

Im Gespräch mit Elisabeth – Tarot, Hellsicht und über 50 Jahre Erfahrung

Elisabeth

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Du möchtest Elisabeths Interview lieber als Text lesen? ❤️

Hier findest du das vollständige Gespräch mit Elisabeth noch einmal zum Nachlesen. Erfahre mehr über ihren persönlichen Weg, ihre langjährige spirituelle Arbeit und darüber, was ihr in einer Beratung besonders wichtig ist.

1. Wie bist du zur spirituellen Beratung gekommen?

Seit meinem fünften Lebensjahr habe ich meine Energien und Fähigkeiten mit Hilfe meiner Oma kanalisiert, geordnet und verfeinert. Es gab nie einen bestimmten Moment – es war einfach immer da, solange ich denken kann. Ich habe Dinge gesehen, die für mich als Kind kein Grund zur Aufregung waren. Ich habe alles, ohne zu urteilen angenommen. Für mich war das nichts Besonderes. Besonders – oder besser gesagt: anders – fühlte ich mich erst durch die Reaktionen der Menschen um mich herum. Bis dahin dachte ich, das könne jeder.

2. Wann hast du zum ersten Mal bemerkt, dass du eine besondere Wahrnehmung hast?

Etwas unheimlich für den ein oder anderen, aber ich erzähle es einfach:

In meiner Heimatstadt waren alle Nachbarn eng miteinander verbunden. Jeder wusste über jeden alles, und man verbrachte viel Zeit zusammen. Als ich fünf Jahre alt war, bekam ich mit, dass die Ehefrau unseres Nachbarn schwer krank wurde. Natürlich unterstützten alle den Ehemann, der immer wieder dieselbe Frage stellte: „Meinst du, wir können unseren 25. Hochzeitstag noch feiern?“ Die Ärzte gaben ihm keine Antwort, außer: „Regeln Sie alle Angelegenheiten.“

Eines Tages ging ich in unseren Garten. Dort war keine übliche Nachbarschaftsrunde – nur der Nachbar, der auf meiner Schaukel saß, das Gesicht in den Händen vergraben und weinte. Als Kind geht man völlig unvoreingenommen auf Menschen zu, also fragte ich einfach, was los sei. Er sagte: „Ach Püppi, das kannst du nicht verstehen.“

Woher es kam, weiß ich bis heute nicht, aber ich sagte: „Keine Sorge, deine Frau stirbt erst am …“ – und nannte ihm ein Datum. Ich sagte weiter, dass sie bereits im Übergang sei, aber festhalte, weil sie seine Verzweiflung spüre.

Der Nachbar sprang auf, ging zu meinem Vater und sagte: „Der Kleinen da musst du den Mund mit Seife auswaschen!“ und erzählte ihm, was ich gesagt hatte. Das machte in den kommenden Wochen die Runde, und ich spürte die Ablehnung der Menschen um mich herum.

Kurzum: Der Nachbar feierte mit seiner Frau das Jubiläum. Gestorben ist sie nach einer kurzen Hochphase – genau an dem Tag und zu der Uhrzeit, die ich genannt hatte.

Danach hatte ich eine ziemlich einsame Kindheit, wären da nicht meine Geschwister gewesen. Meine Oma erkannte jedoch, dass ich „zu reif“ für mein Alter sei, oft Selbstgespräche führte und – so sagte sie – mit Verstorbenen genauso spreche wie mit Lebenden. Sie half mir, meine Energie zu kanalisieren. Sie zeigte mir den Umgang mit Tarotkarten, die ich bis heute besitze, und unzählige andere Dinge.

Heute würde ich natürlich niemandem mehr solche Aussagen machen – aber als Kind ist man eben Kind.

3. Mit welchen Methoden arbeitest du am liebsten?

Ganz kurz und knapp: Seit 52 Jahren arbeite ich mit Tarotkarten und grundsätzlich mit Hellsicht – ohne Hilfsmittel.

Natürlich nutze ich unterstützende Praktiken wie Chakrenarbeit, Lenormandkarten, Zigeunerkarten, und ich habe zudem 22 eigene Kartendecks entwickelt, inklusive eigener Legungen, die besonders in verzwickten Fällen noch mehr Licht ins Ganze bringen.

Ich beherrsche die Farben- und Zahlenpaletten wie die komplette Palette der Numerologie wie Tiroler Zahlenrad, Matrix of Destiny, Maya-Zahlensystem (Tzolkin / Kin-Zahlen), Vedische Numerologie, Angel Numbers, Astrologische Zahlensysteme (12 Häuser, 360 Grad, 0–29 Grad pro Zeichen), Lebensquadrat / Lebensmatrix, Destiny Cards, Runen-Zahlen, um nur die wichtigsten Zahlensysteme zu nennen. Dazu kommen Aura-Soma, Farbseelen, Licht- und Wassertitel für die Entscheidungsmatrix, I-Gin Hexagramme und vieles mehr – alles, was man in über 50 Jahren so macht.

Vor zwei Jahren habe ich aus meinem Wissen eine Website erstellt. Den Namen nenne ich hier natürlich nicht, aber es war immer mein Traum, mein Wissen über Engel, Dämonen und die Hierarchie dahinter, alte Mythologien, Traumdeutungen, Ritulae, Zaubersprüche, Horoskope, was die Karten wirklich bedeuten-was gerade im Bereich Tarotkarten einen sehr großem Umfang eingenommen hat uvm. einmal zusammenzufassen – und diesen Traum durfte ich mir erfüllen.

4. Mit welchen Themen kommen Ratsuchende besonders häufig zu dir?

Natürlich mit dem Thema Liebe. Obwohl ich mir gerade für Frauen wünschen würde, dass man mehr Wert auf die eigene Entwicklung legt als auf das „Wann kommt er?“. Es ist nicht wichtig, wann er oder sie kommt, sondern zu wem. Sonst verbiegt man sich so lange, bis der Herzensmensch kommt – aber nie, um wirklich zu bleiben. Hart, aber wahr.

5. Was ist dir in einem Beratungsgespräch besonders wichtig?

Ich finde es unverzeihlich, wenn man Ratsuchende berät und – aus Charme oder Unsicherheit – einfach Feenstaub durch den Hörer pustet. Wahrheit, die jeder liebt, aber kaum jemand erträgt, ist das, wofür ich stehe. Ob das gefällt oder nicht, ist mir egal. Niemandem ist mit Schönfärberei geholfen.

6. Gibt es etwas, das deine Art zu beraten besonders auszeichnet?

Das kann nicht ich entscheiden, sondern meine Ratsuchenden. Der eine verflucht mich, weil ich nicht das sage, was man hören möchte. Andere mögen mich gerade deshalb. Wer weiß.

7. Gab es einen Moment, der dich besonders berührt hat?

Oh ja – und dieser sitzt mir bis heute in den Knochen.

Ein Ratsuchender rief mich an und schilderte mir, dass er in den letzten Tagen seines Lebens stehe. Sein Magen musste entfernt werden, und es seien wohl nur noch Wochen. Er war nicht verheiratet, lebte aber seit 45 Jahren mit seiner Partnerin zusammen. Er wollte wissen, ob es sinnvoll sei, jetzt einen Notar aufzusuchen, um ihr alles zu überschreiben, damit sie später keine Probleme habe und einfach nur trauern könne.

Wir hatten eine wunderbare Beratung, die auch für mich lehrreich war, denn ich durfte lernen, wie ruhig und liebevoll manche Menschen ihr Schicksal annehmen und sich um andere sorgen – keine Angst, keine Härte, nur Fürsorge und grenzenlose Liebe.

Wochen später rief er wieder an. Mit leiser Stimme sagte er: „Wir waren beim Notar. Meine Lebenspartnerin hat sich nur widerwillig mit dem Thema beschäftigt, aber ich war innerlich ruhiger. Sie war sowieso immer an meiner Seite, mit grenzenloser Liebe und Fürsorge, obwohl sie 15 Jahre jünger ist als ich. Jetzt, wo alles geregelt ist, wo ich sogar meinen Sarg ausgewählt habe, kam gestern Abend die Nachricht: Meine Irene wurde überfahren. Heute Morgen, vor nicht einmal 90 Minuten, ist sie verstorben. Ich konnte kein Wort mehr mit ihr wechseln. Was nun, liebe Elisabeth…“

Daran denke ich bis heute – immer mit einer Träne im Auge und das werde ich wohl bei mir tragen, bis zu meinem letzten Atemzug.

8. Was möchtest du einem Menschen mitgeben, der nicht mehr weiterweiß?

Nichts auf dieser Welt passiert einfach so aus heiterem Himmel – außer der Tod.

Wenn ein Mensch an einem Punkt steht, an dem er keinen Weg mehr sieht, bedeutet das, dass er zuvor viele Wege ausprobiert hat, die keinen Erfolg hatten. Also gibt es eine Situation, die der Grundstein für die Suche nach Lösungen war. Also gibt es einen Anfang.

Genau dahin muss man zurückkehren.

Das Leben schuldet uns nichts. Niemand – auch kein Spiritist – kann einen Bauplan für das Leben eines anderen zeichnen, weil jede Handlung die Zukunft verändern kann. Genau das ist der Punkt.

Entweder startet man am Anfang und geht einmal bewusst in eine andere Richtung, oder man arbeitet gemeinsam Stück für Stück auf. Erst muss man ein Ziel haben, dann den Weg gehen, der genau dorthin führt.

Die meisten Menschen, die irgendwann nicht mehr weiterwissen, haben sich schlicht auf dem Weg verzettelt, erst einmal allen anderen geholfen, bevor sie für sich selbst Prioritäten oder Grenzen gesetzt haben. Und genau das kann jeder jederzeit ändern.

Aber ohne Ehrlichkeit und die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen, wird es kein Weiterkommen geben – maximal ein Drehen im Kreis, bis einem schwindelig wird.

Kurz gesagt: Jeder ist verantwortlich für das, was er unterlässt. Aber jeder hat jederzeit die Chance, genau das zu ändern.

9. Gibt es etwas Persönliches, das deine Kunden noch nicht über dich wissen?

Ich singe grundsätzlich unter der Dusche – und nicht besonders gut. Ist mir aber egal.

Zusätzlich zu den krümmen Tönen unter der Dusche wo manchmal sogar der Hund jault oder mitsingt- je nachdem wie man das betrachten möchte, liebe ich es, im Wald mit meinem Hund zu toben, bis uns der Matsch aus den Ohren kommt.

Ich komme ursprünglich aus einer Welt der Paragraphen, Verordnungen und klaren Rollen – das ist mein Beruf. Aber die Spiritualität liebe ich, und ohne sie wäre ich nicht die Frau, die ich heute bin.

Jeder hat im Leben Krisen und Herausforderungen. Manche sind so hart, dass sie das Wesen eines Menschen verändern können. Ich darf von mir behaupten, dass in meinem Lack kein Kratzer ist. Niemand schreibt mir vor, wie ich zu sein habe. Und niemand bekommt einen Platz in meinem Leben, der nicht zu meinem Leben passt.

Ich glaube an zweite Chancen – aber nicht an dritte. Mit mir kann man Dellen ins Universum schlagen, wenn man denn ehrlich ist und auf Augenhöhe. Ohne Wertschätzung, Anstand und einen soliden Charakter, bekommt bei mir keiner den berüchtigten Fuß in die Tür-oder in mein Leben.

10. Was bedeutet Lenomare für dich?

Da ich kein Freund davon bin, auf vielen Portalen zu beraten, ist Lenomare der Ort, an dem ein Teil meines Wirkens Realität wird. So etwas wie ein Zuhause für die spirituelle Beratung. Denn ich berate tatsächlich nur hier.

Ob das ein Glück ist – für das Portal oder die Ratsuchenden – entscheidet ihr.

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Elisabeth

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