Rituale – und was sie wirklich bewirken (wenn man ehrlich hinschaut)

Rituale – und was sie wirklich bewirken
(wenn man ehrlich hinschaut)
Rituale sind in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der spirituellen Welt geworden. Egal ob auf Social Media, in Beratungen oder im persönlichen Austausch – ständig begegnen einem neue Methoden, neue „Impulse“ und oft auch sehr einfache Versprechen.
Eines davon hält sich besonders hartnäckig: Am ersten des Monats Zimt durch die Haustür werfen – und finanzielle Themen beginnen sich zu lösen. Ich sag’s ganz direkt, so wie ich es auch in meinen Beratungen mache: Du kannst eine komplette Schubkarre voller Zimt durch deine Haustür schießen – dein Kontostand wird sich davon nicht beeindrucken lassen. Keine Rechnung verschwindet. Kein Geld kommt plötzlich angeflogen.
Und dein Leben denkt sich auch nicht: „Ach stimmt, da war ja was mit Zimt – dann läuft’s jetzt.“
Und trotzdem sind Rituale nicht sinnlos. Ganz im Gegenteil – sie können sehr viel. Nur eben nicht das, was viele erwarten. Was ein Ritual wirklich macht, ist nicht, dein Leben im Außen zu regeln. Es wirkt in dir. Es kann dich ausrichten, dich sammeln, deinen Fokus verändern. Es kann dich öffnen für Möglichkeiten, für Ideen, für Impulse, die vorher vielleicht da waren – aber von dir nicht gesehen wurden.
Und genau hier beginnt der Punkt, über den viel zu selten gesprochen wird: Ein Ritual ersetzt keine Selbstermächtigung. Was heute oft passiert, ist eher das Gegenteil. Spirituelle Konzepte werden so vermittelt, dass sie sich angenehm anfühlen – aber gleichzeitig die Verantwortung verschieben.
- Mach das
- Sprich das
- Fühl das
Und dann wird es fließen.
Das klingt schön. Ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn ohne dein eigenes Handeln bleibt alles genau da, wo es ist.
Bleiben wir beim Thema Geld, weil es so wunderbar ehrlich ist.Geld ist in seiner Essenz nichts anderes als eine neutrale Energie. Es ist weder gut noch schlecht. Es ist ein Mittel, das Möglichkeiten schafft – für Sicherheit, für Freiheit, für Entwicklung, für Unterstützung anderer Menschen. All dies, eigentlich alles hier in dieser Welt ist mit Geld verbunden. Und trotzdem tragen die meisten von uns eine ganze Sammlung an Glaubenssätzen in sich, die genau das verzerren.
„Geld wächst nicht auf Bäumen.“
„Geld ist nicht alles.“
„Geld verdirbt den Charakter.“
Diese Sätze sitzen oft tief. So tief, dass sie unbewusst wirken, selbst wenn man bewusst längst etwas anderes möchte.
Und jetzt wird es spannend: Du willst mehr Möglichkeiten, mehr Freiheit, vielleicht auch mehr Leichtigkeit –aber gleichzeitig läuft im Hintergrund ein Programm, das genau das blockiert. Und dann kommt ein Ritual und soll das bitte alles lösen. Natürlich funktioniert das nicht. Und jetzt kommt ein Punkt, über den ich wirklich mal Klartext sprechen möchte – gerade in der spirituellen Szene: Geld wird dort oft extrem negativ belegt. Es hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass man für spirituelle Arbeit eigentlich kein Geld nehmen „sollte“. Dass es „reiner“ wäre, kostenlos zu arbeiten. Dass Spiritualität und Geld nicht zusammenpassen.
Ganz ehrlich? Das ist kompletter Blödsinn. Und oft kommt genau diese Aussage von Menschen, die selbst sehr gut daran verdienen. Spiritualität bedeutet nicht, sich selbst klein zu halten oder den eigenen Wert zu relativieren. Im Gegenteil. Wenn du mit deiner Arbeit Menschen begleitest, ihnen Klarheit gibst, sie unterstützt, Prozesse anstößt – dann hat das einen Wert. Und dieser Wert darf sich auch in Geld ausdrücken. Geld macht deine Arbeit nicht „unreiner“.Geld macht sichtbar, dass Energie im Ausgleich ist. Das Problem ist nicht Geld. Das Problem ist die Bewertung, die wir ihm geben.
Was aber funktioniert, ist etwas anderes: Du nutzt den Moment – egal ob Ritual, Runenlegung oder ein Impuls – bewusst. Du schaust hin.
Welche Gedanken habe ich über Geld?
Welche Überzeugungen wirken in mir?
Wo halte ich mich zurück?
Wo verhindere ich selbst, dass sich etwas verändert?
Und dann kommt der entscheidende Schritt: Du gehst in die Bewegung. Selbstermächtigung bedeutet genau das. Nicht, alles perfekt zu machen. Sondern dich selbst ernst zu nehmen – und bereit zu sein, anders zu handeln als bisher. Das kann bedeuten, neue Wege zu gehen.Entscheidungen zu treffen, die du lange aufgeschoben hast. Deinen eigenen Wert anzuerkennen. Oder auch: Hilfe anzunehmen und Dinge klarer zu sehen.
In meiner Arbeit mit den Runen ist genau das der Kern. Ich mache sichtbar, was da ist. Ich zeige Zusammenhänge, bringe Klarheit in Situationen, die oft festgefahren wirken. Aber ich nehme niemandem die Handlung ab. Und genau das ist wichtig. Denn die eigentliche Veränderung entsteht immer dann, wenn Erkenntnis und Handlung zusammenkommen.
Eine kleine Übung zur Selbstermächtigung
Wenn du merkst, dass dich gerade beim Thema Geld (oder auch in anderen Bereichen) immer wieder die gleichen Muster einholen, dann nimm dir einen Moment Zeit.
Schreib dir ehrlich auf:
* Welche Sätze habe ich über Geld gelernt?*
Was wurde mir vorgelebt?*
Welche dieser Überzeugungen trage ich heute noch – bewusst oder unbewusst?
Wähle 2–3 Sätze aus, bei denen du spürst: Die passen eigentlich gar nicht mehr zu mir. Dann geh einen Schritt weiter. Erkenne an, dass diese Gedanken oft nicht wirklich deine eigenen sind, sondern übernommen wurden – aus deiner Familie, deinem Umfeld, deiner Geschichte.
Und dann sprich ganz bewusst:
*„Ich erkenne an, dass diese Überzeugungen Teil meiner bisherigen Prägung waren.Ich danke ihnen für das, was sie mir gezeigt haben.Und ich entscheide mich jetzt, mich davon zu lösen.Ich entkopple mich in Liebe von diesen alten Energiefeldern – und öffne mich für neue Möglichkeiten.“
Lass das kurz wirken. Und dann beobachte.
Was verändert sich in deiner Wahrnehmung?
Welche neuen Gedanken tauchen auf?
Welche Impulse kommen vielleicht?
Und genau da beginnt wieder der gleiche Punkt: Was machst du daraus? Rituale, Runen, Impulse – all das kann dich unterstützen. Es kann dir Türen zeigen, dich ausrichten, dir Klarheit geben. Aber durchgehen musst du selbst. Selbstermächtigung bedeutet nicht, alles alleine zu machen. Sondern zu erkennen, dass du der entscheidende Teil in deinem eigenen Prozess bist. Nicht das Ritual. Nicht die Methode. Nicht das Außen. Sondern Du.
Und genau darin liegt nicht nur Verantwortung – sondern auch eine enorme Freiheit.
Alles Liebe für Dich Runa
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